GemÖk²: gemeinsame gemeinsame Ökonomie

http://gemoekhochzwei.wordpress.com/

Veröffentlicht am Februar 2, 2012 by gottfried schubert

Mit dieser Initiative sollen Finanzkooperativen bzw. Gemeinsame-Ökonomiegruppen angeregt werden, nicht mehr nur für sich alleine, sondern mit anderen Gruppen zusammen zu wirtschaften. Ohne die bestehenden Gruppen dabei aufzulösen, sollen Spielräume erweitert und mehr Möglichkeiten geschaffen werden.
Diese Initiative richtet sich an Menschen
die ihr Einkommen in einen gemeinsamen Topf geben und den Inhalt nach individuellen Bedürfnissen neu verteilen. (Gemeinsame Ökonomie bzw. Finanzkooperative)
die entweder in einer Gruppe zusammen oder im eigenen Haushalt leben wollen
die eine zusammenlebende Gruppe verlassen wollen, ohne die gemeinsame Ökonomie zu verlieren
die einen einfacheren Anschluß an die gemeinsame Ökonomie suchen
die selbst eine gemeinsame Ökonomiegruppe gründen wollen
Kleine Finanzkooperativen haben häufig das Problem, dass beim Verlust einer einzigen Person die gemeinsame Ökonomie zusammenfällt. Darüber hinaus gibt es finanziell ertragsreichere Gruppen, aber auch solche, die in prekären Einkommensverhältnissen ihre Armut umverteilen. Abhängig auch von Bereitschaft und Möglichkeit in eine Ware-gegen-Geld-Beziehung nach Außen zu gehen.
In den meisten Fällen sind Menschen, die in einer Gruppe zusammengelebten und eine gemeinsame Ökonomie hatten, beim Verlassen der Gruppe dazu gezwungen, sich ganz konventionell zu vermarkten. Die AussteigerInnen haben dabei oft das Problem, dass sie insbesondere nach längerer Lebenszeit in der Gruppe, außerhalb keinen Platz finden, wo sie ihre Arbeitskraft verkaufen können. Das passiert vor allem dann, wenn sie ihr Leben auf Gruppenbedürfnisse und nicht auf Vermarktungsfähigkeit ausgerichtet hatten. Somit bleibt manchmal nur die Wahl, in der unerwünschten Gruppe zu bleiben oder in prekäre Einkommensverhältnisse abzugleiten. Diese Abhängigkeit von einer einzigen Gruppe verstärkt eine Enge, die Konflikte fördert.
Der Zusammenschluss mehrerer Gruppen zu einer gemök² soll unter anderem erleichtern:
den Wechsel des Lebensortes, ohne Komplettverlust des Lebenszusammenhangs, der gemeinsamen Ökonomie, der Gruppe
den Waren- und Dienstleistungstausch zwischen den Gruppen
die Auflösung der Trennung in „ärmere“ und „reichere“ Gruppen
das Kollektivieren von Vermögen
die Unabhängigkeit der gemeinschaftlichen Altersabsicherung von einer einzelnen Gruppe zu erlangen
die Erhöhung der politischen Relevanz und Wahrnehmbarkeit in der Gesellschaft
die Vergrößerung der Freiräume jenseits des Arbeitsverwertungszwangs
die Möglichkeit, neue Gemökgruppen zu gründen
eine Vielfalt an Gemökformen zu entwickeln und zuzulassen
Die Idee zur Umsetzung kann hier nicht beschrieben werden, weil sie stark von den beteiligten Gruppen abhängt. Sie hat sowieso im sich verändernden Prozess wahrscheinlich mehr Verwirklichungschancen als eine ins Detail vorgeplante Ausführung.
Menschen, die sich schon mit dem Thema auseinandergesetzt haben, kamen zu folgenden Gedanken, Anregungen, Ergebnissen:
Um Unsicherheiten und Ängste zu beachten, kann ein Zusammenschluss zeitlich begrenzt – und verlängert werden, wenns gut läuft.
Einstiegsmodelle können entwickelt und Versuche gestartet werden, die es erlauben, sich an eine gemök² heran zu wagen: Beispiel: alle Gruppen bezahlen alles auf ein gemök²Konto und jede Gruppe bekommt davon erst mal die gleiche Menge Geld pro Person. Dadurch kann jedeR sehen, ob genug für ihn/sie da ist. Oder: Jede Gruppe nimmt sich vorerst nur alles Geld, was zur Deckung der Alltagskosten nötig ist. Dadurch ist absehbarer, wie viel für einmalige größere Ausgaben da ist. Oder nur ein Teil des Einkommens jedeR Person kommt auf ein gemök²Konto, auf das alle Zugriff haben. Der Anteil kann wachsen, wenn alle mitkommen, bis zum kompletten Zusammenschluss. Usw….
Es macht Sinn, Experimente zu machen, zusammenzuwachsen, und zu spüren, was sich am besten anfühlt und funktioniert,
Eine Vernetzung gut funktionierender Gruppen, in denen entspannt mit unterschiedlichen Bedürfnissen umgegangen wird (sie wurden Kuschelökonomien genannt) wird einfacher zu bewerkstelligen sein.
Periodische Treffen möglichst vieler Mitglieder (zu Beginn häufiger, später eventuell auch ein mal pro Jahr) erfüllen den Sinn, eine Anonymität zu verhindern und bei Bedarf vordiskutierte Veränderungen zu entscheiden.
Das Einbringen von Vermögen, kombiniert mit einer Altersabsicherung, kann vereinfacht werden, wenn auch eine Vermögenskooperative (siehe www.anavan.wordpress.com) existiert.

Open Source Economy – Eco village construction set

http://opensourceeconomy.org/

Auch interessant…

26.8 Dorf Info Vokü

Dorf Info Vokü
am 26. August 2011 (Freitag) um 15:30 – ca. 22.00 Uhr
in der Heilpraktikschule in Selbstverwaltung
Bethanien-Südflügel
Mariannenplatz 2a
10997 Berlin

WICHTIG: Wenn ihr noch nicht dagewesen seid, schaut euch den Weg an, damit ihr es auch findet!
Eine Wegbeschreibung gibt’s unter heilpraktikschule.de/index.php?id=38 .
Du möchtest mit vielen Menschen auf dem Land wohnen und arbeiten?
Oder du bist schon in einer Gruppe, die plant, zusammen aufs Land zu
ziehen?

Interessierst du dich für Selbstversorgung, nichtkommerzielle
Produktion, alternative Wirtschaftsweisen, Umweltschutz, Kunst und
Kultur, möglichst herrschaftsfreies Miteinander, bist aktiv gegen rechts
oder willst einfach generationsübergreifend und altersgemischt leben?

Du bist Aktivist_in für eine bessere Welt und suchst eine Basisstation
um den Akku wieder aufzuladen und Aktionen zu starten? Oder du bist
nomadisch lebend und trägst gerne Geschichten von Ort zu Ort?

Im Dorf soll eine Vielfalt an Menschen zusammenkommen und sich
solidarisch unterstützen ohne direkt miteinander unter einem Dach leben
zu müssen. Verschiedene Lebensstile können sich gegenseitig bereichern
und richtig Trubel aufs Land bringen.

Friedlich nebeneinander und anpacken miteinander.

Wir laden dich zur Mitmachküche ein, bei der wir zusammen
schnibbeln, essen und uns kennenlernen werden und Neuigkeiten
austauschen können. Dazu werden Details, Hintergründe und der aktuelle
Stand der Dorfidee vorgestellt.

Für die Vokü werden vegane + pestizidfreie Nahrungsmittel gekocht,
gebraten, gewürzt, gekostet und ab ca. 18.00 Uhr gegessen.

Um den inhaltlichen Teil lockerer und fließender zu gestalten, wollen
wir die Methode des Worldcafé → de.wikipedia.org/wiki/Knowledge-Cafe
ausprobieren. Aber auch schon vorher könnt ihr eure Bedürfnisse und
Standpunkte auf den ausgehängten Plakaten verewigen. Na ihr werdet
schon sehen ;) .

Ab 15:30 Uhr stehen wir bereit um von dir mit Fragen zum Dorf Projekt
gelöchert zu werden oder um deinen wertvollen Tipps und Erfahrungen zu
lauschen.

Und das alles auf Spendenbasis.

Parteibüros in Potsdam und Cottbus besetzt: CCS und Tagebaue verhindern

Gerade sind die Landesgeschäftsstelle der Linken in Brandenburg und die
Parteibüros von SPD und Linken in Cottbus besetzt. Forderung ist, dass
die rot-rote Landesregierung CCS und neue Tagebaue verhindert. Wer in
der Nähe ist, komme vorbei. Infos: 0176-21719335

Adressen stehen in der PM:

Klimacamper*innen besetzen Parteibüros von Regierungsparteien

Anti-Kohle-Aktivist*innen besetzten heute zeitgleich Büros von SPD und
der Partei Die Linke in Cottbus und Potsdam. Sie überreichen einen
Forderungskatalog, der auf die Verhinderung von CCS und den Aufschluss
weiterer Tagebaue abzielt und fordern Gespräche mit
Regierungspolitiker*innen.

„Die rot-rote Landesregierung ignoriert, dass ihre verfehlte
Energiepolitik einen Beitrag zum globalen Klimachaos leistet“, sagt Alex
Lärchner, die zu den Beteiligten an der Aktion gehört. „Anstatt
konsequent auf erneuerbare Energien umzustellen, macht sie sich zum
Büttel des Energiekonzerns Vattenfall. Der schwedische Konzern plant den
Aufschluss zweier neuer Tagebaue in Welzow-Süd und Jänschwalde-Nord,
sowie den Neubau von Kohlekraftwerken.“

„Mit unserem Überraschungsbesuch wollen wir unseren energiepolitischen
Forderungen besonderen Nachdruck verleihen“, so Lärchner weiter. Die
Aktivist*innen kommen aus dem Klima- und Energiecamp, das bis zum 14.
August am Kohlekraftwerk Jänschwalde stattfindet.

„Unsere Proteste für einen kompletten Ausstieg aus der
Braunkohleverstromung bis 2040 sind legitim und notwendig, um den
schlimmsten Klimawandel noch zu verhindern. Wir verlangen von den
Regierungsparteien mehr Engagement für eine echte Energiewende und die
Verhinderung des Einsatzes von CCS in Brandenburg,“ ergänzt Lärchner.

Journalist*innen sind eingeladen vor Ort von den Besetzungen zu berichten.

Cottbus, SPD-Büro, Mühlenstraße 17
Cottbus, Büro Die Linke, Straße der Jugend 114
Potsdam, Die Linke, Alleestraße 3

Ansprechpartner*innen für Presse
Stefanie Groll, gegenstrom berlin; 0176 – 924 31 402,
presse@lausitzcamp.info
Daniel Häfner, ROBIN WOOD Cottbus (Chóśebuz), Tel. 01525 – 96 08 317

Allmende e.V. in Mcpomm

… ist zwar nicht mehr Brandenburg, aber dennoch spannend zu lesen. Hier wurde von einem Freundeskreis ein kleines Waldgrundstück „freigekauft“ und Leute gesucht, die das weiter aufbauen und nutzen wollen – im Sinne des Gemeinschaftseigentums. Und sie machen explizit „nichtkommerzielle“ Angebote!

Ein toller ausführlicher Artikel ist hier zu finden:
www.oya-online.de

Oder direkt zum Projekt:
http://www.allmende-ev.de/
Viel Spaß beim Lesen!